# 564

Veröffentlicht auf von †

Ich stehe allein in einem dunklen Zimmer.

Der Spiegel ist mein Licht.

Mit halb geöffneten Augen  betrachte ich den Gegenstand, der mich zum Wahnsinn treibt.

Mühsam bewege ich meine bleichschweren Beine und stelle mich vor das Fenster der Hölle.

Ich sperre meine Augen auf.

Eine eiserne Hand greift nach meiner kehle.

Überall  bin ich.

Das Fleisch nimmt allen Raum ein.

Ich werde davon verschlungen.

Fleisch.

Fett.

Der Spiegel ist verschmiert mit Fett.

Die eisernene Hand drückt  mir die geschwollene kehle zu.

Fleischberge ersticken mich.

 [Zitat aus Hunger nach weniger.]

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post